Samstag, 19. Dezember 2009

Du

eine prise jack nicholson
a dash of leonard cohen
den bauch von buddha
the humor of robin williams
den appetit eines grizzlys
the libido of a bunny
durchhalten wie duracell
caring as a lover
mein bester freund
love of my life



silly mit einem augenzwinkern

© Beatrix Brockman

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Survivor

that's what they
call you here --
hast step by step
mit kleinem Schritt
den Feind besiegt

dich aus dem
tiefen Loch befreit
mit Humus es befüllt
und einen neuen
Lebensbaum gepflanzt

der zart nun grünt
und bald in voller
Blüte stehen wird




© Beatrix Brockman




(Für Marion, deren neues Leben nun beginnt)

Sonntag, 15. November 2009

Sincerely, from Tennessee

Wieder Sonntag, wieder
auf der Landstraße zwischen
Nord und Süd, wieder
das Sonnendach offen
Drinnen dröhnt Cohen

diese unerfüllbare Sehnsucht
nach der perfekten Liebe
dem Auf-Händen-Getragen-
Werden in Ohr und Herz
Draußen fliegen links

Nobelvillen mit BMW
Hummer und Mercedes
vorbei, rechts die arm
seligen Hütten mit Rost-
lauben davor. Alle

drei Meilen oder so
eine Kirche, deren
Marquees dazu aufrufen
Gott zu danken und den
Sonn(en)tag als Geschenk

anzunehmen (that's why
it's called the present
)
In Nashville erwartet mich
schon der Blimp über
dem Footballstadion und

während ich die Treppen zum
Condo hochgehe, kündet
Kanonendonner vom
Touchdown. Davon
unberührt fließt der

Cumberland weiter an
meinem Balkon vorbei
und ich genieße den
Blick aufs Wasser dank
herbstlich entblätterter Bäume

deren Laubkleid sich nur noch
in Fetzen an die Äste klammert.
Und aus dem Wohnzimmer
dröhnt mir wieder Cohen
diese Sehnsucht nach dem

Unbeschreiblichen ins Herz
bejubelt von tausenden
Footballfans nur fünfhundert
Meter weiter überm Fluss.







© Beatrix Brockman

Samstag, 14. November 2009

Eleison

(A Sestina)

My mother’s always been a nightingale
eleisons soaring from her catholic lips
although her wings were roughly clipped
like branches in a sprouting apple tree.
It was her gardener whose rigid faith
in God was just as strong as in himself.

He knew what he expected of himself
and sacrificed the godly nightingale
on altars of his misplaced Roman faith.
Still she found freedom pouring from her lips
high in the branches of her fancy’s tree,
she could sing, her puppet strings were clipped.

Her heart was free, as if he’d never clipped
those quills to keep her solely to himself.
While for her children she was maple tree
she praised the Lord of man and nightingales
who gave her freedom flowing from kind lips
and strength when weakness all but broke her faith.

My mother’s never wavered, as she faith-
fully made sure that no-one ever clipped
her daughters’ wings. So when she kissed our lips
and buttoned our clothes she’d made herself,
with tears and heartstrings of a nightingale
we knew, she’d push us off the family tree.

Today, there is no orchard, gone the trees,
just ashes, embers of the fossil faith,
a ghost of her, the only nightingale
he’s ever known to soar, although he’d clipped
her feathers with the rosary beads himself,
Hail-Maries streaming from his withered lips.

As night now slowly calms those foolish lips
and darkness puddles down the apple tree;
the window shows an image of himself:
wrapping virgin after virgin in the silks of faith,
he mourns each feather that he ever clipped
from joyous wings of gracious nightingales.

His lips attend the tiny orbs of faith
as high in trees – translucent wings unclipped –
his self is soaring in the nightly gales.





© Beatrix Brockman

Sonntag, 25. Oktober 2009

Hallelujah Dinner

Da stehen sie schon
Schlange unter der
Jefferson Bridge
Der Kirchen-Van
noch gar nicht da
warten die Obdach
Loser auf eine warme
egal auf eine Mahl
Zeit im immer kälter
werdenden Nashville
Dass sie bei der
Ausgabe mit Gospel
beschallt werden
nehmen sie billigend
in Kauf – auch die
Anwohner erfreuen
sich am Sound wie
an Müllbergen
und Kothaufen hinter
Gebüschen und in
Gängen. Der sprich
wörtliche Rock and
Hard Place
, hier
werden Sie geholfen




© Beatrix Brockman

Montag, 19. Oktober 2009

Ich bin der Mai

Es gibt ihn wieder den Lyrikkalender:


Vorschau und zu beziehen bei

creatiphoto

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Bitter.Brot

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.


Doch ich vergeb’
mir nicht
den Mangel
zwischen Werden
und dem Sein. Stet
ist das Streben nach
der Unerreichbaren
nach der Frucht
auf höchstem Ast -
Vollkommenheit.

Im Traum blut
rote Rose - erwacht
als graue Distel nur

ess täglich ich
das bittre Brot
gesäuert mit Versagen.
Den andren
wie dem Selbst
halt ich die Wange
hin zu stillen
meinen Durst
nach Blau

Will Brunnen mir
und Himmel sein –
bin doch nur das
was sich in einer
Pfütze spiegelt




© Beatrix Brockman

Dienstag, 6. Oktober 2009

menetekel

werfen falten
sich vor gesichts
züge entgleisen
und alter fleckt
auf hände fremd
im auge eines raums
so jugend voll
wie das zimmer
hinter der stirn
fehl geplatzt bin
unter grazien mit
lenzen so fern
meiner vielen
schritte die krampf
geadert sich nun
wege über letzte
sommertage bahnen






© Beatrix Brockman

Montag, 21. September 2009

und das ist...

der moment in dem
die tage schweigen
regen dämpft das
licht wie jeden
lauten ton

und das ist...

der moment im
uns wo leiber eng
verschlungen zwei
des wanderns
müde ruh'n

und das sind...

du
und ich
und wir
das uns
wir zwei

allein




© Beatrix Brockman

Donnerstag, 17. September 2009

hielt ich

hielt ich die fäden
in der hand

sie lebte noch
sie wär gesund an leib
sie an der seel

sein herz schlüg kräftig
in der brust

und sie die einstmals mich
gebar genöss aus voller
seele jeden tag den ihr
der himmel schenkt

doch ist's mir nicht
gegeben und so benetzen

meine tränen die ich
um jene andere wein
den knoten zu dem
meine fäden sich

verwirrn



© Beatrix Brockman

Samstag, 12. September 2009

ich hab mein ich

ich hab mein ich in mir verlor'n
ganz tief
im grund danach gesucht doch
nichts
gefunden hinter der schelte die ich
andern
stellvertretend angedeihen ließ

dann kam im wir ein du und nahm
mich bei
der hand ließ mich ganz kurz
im wir
das ich erhaschen; doch war ein
nüchtern
mit im licht und ich - ich hab
mein
ich in mir verlor'n ganz tief im grund




© Beatrix Brockman

Montag, 7. September 2009

und kreist ein wort

... durch meine nacht
das höhnend schon im
tag durch meine stunden
keifte und vielen
der minuten dann den
atem nahm

und bricht dies wort
das fundament das wurzelt
meines tages bau tönt
kalt und krupp es durch
das ohr ins herz und
ins gebein

und ward das wort
zum mantra mir zur
prophezeiung die
sich selbst erfüllt
und senkt das haupt
das nie so ganz erhoben

ergeben sich ins
schicksalswort

wer bist du schon?


© Beatrix Brockman




wer lauschen mag... unvergleichlich gelesen von lylo




Freitag, 28. August 2009

Kognitive Dysfunktion?

geschwiegen
gebeten
gebettelt
gefleht
gefordert
gedroht
geschrieen
gebrüllt
mal

leise
zärtlich
sanft
energisch
wütend
rasend

Du hörst die Worte
Doch du verstehst sie nicht


Ich habe
Deine volle Aufmerksamkeit
sagst Du

Doch du verstehst nicht
Du hörst nur Worte




© Beatrix Brockman

Sonntag, 23. August 2009

Guilt; No Pleasure

"Guilt is perhaps the most painful companion of death."
Coco Chanel


und wög’ sie nicht
so schwer, ließe man
vielleicht die achseln
zucken - doch bleiern
liegt sie nun auf schulter

wie auf herz. sie die spröde mir
in jeden lungenflügel schießt
und jedes lachen mit galle über
gießt. mein schatten ward sie
nun - die schuld - auf schritt

und tritt dabei; bei der, die nicht
dabei sein kann, die keine
hände hält und deren worte
und gebete wie blech im
kabel unterm meer verhall’n





© Beatrix Brockman

Dienstag, 18. August 2009

langzeitschäden

früher haben
sie uns vorgehungert
mir erbrochener
schlanker silhouette
unsere innere sonne
verdunkelt

heute greifen unsere
finger sinn-los in tüten
um hinein zu stopfen
was weder die leere
zu füllen noch
das schwarz zu
vertreiben vermag

come on baby, light my fire

verdauungsschlaf
vertreibt
den schmerz




©Beatrix Brockman

Samstag, 1. August 2009

Waffelbruch

Genieße das Bouquet
meiner Tage und ihren
nächtlichen Abgang mit
einem Hauch von Stachel

Beeren gepflückt aus
dem Gestrüpp von Wochen
Ein leiser Kuss hier
eine zarte Berührung im

Vorbei gehen so Momente
die vielleicht vergingen
wären sie nicht in der Tüte
Tagesbruch die Schokoladen

Waffelstückchen die
den Beutel Ausschuss
mehr als fünfzig Pfennige
wert und wett machen


© Beatrix Brockman

Sonntag, 26. Juli 2009

Stunden

vergilben mindless
vor Braun'schen Röhren
oder flüssigen Kristallen
tropfen Minuten von
vertrockneten Lippen

pflüge neu mir nun
die Zeit weiß auf
blauem Grund gefilte
fish
mit Anderer
Worten die füllen

mir die Seele




©Beatrix Brockman

ausgeschlossen

bin ich
vom wir
das uns
betrifft
nun andere
beide die
nur von
außen ich
betrachten
darf

© Beatrix Brockman

Montag, 20. April 2009

sonnen.sterben

sie die lange nach
mir aufging über
schattet nun mein
licht nicht nur im

auge zweier die so nah
mir einmal waren
nein auch auf allen
meinen wiesen

bin relegiert zum
nachtlicht ich darf nur
gelegentlich ganz
schwach in ihre herzen

leuchten eh’s wieder grau wird
und mein scheinen weint



© Beatrix Brockman

Sonntag, 19. April 2009

Mach das Licht aus

Über meine Saiten
Streiche sanft
Mit deinem Bogen
Erklingen will ich
Unter deinem
Festen Griff

Öffne alle Türen
Wenn mein Haus
Du forsch durchwanderst
Eisblumen hauche
Heiß und zärtlich
An mein Glas

Spende Licht mir
Oder Schatten
Sei mir auch
Ein Fundament
Und wenn dereinst
Du an der Schwelle stehst

Mach das Licht aus
Wenn du gehst



© Beatrix Brockman

Sonntag, 5. April 2009

Ausgeschlossen

Wenn dich der Tag
des nachts noch einmal
aufsucht, und nur
die Tröpfchen
an den Wimpern davon
zeugen, dass er dunkel war,
dann fragst du dich
wer wohl die Tür zur Traumwelt
vor dir schloss und warum der,
der regelmäßig atmet
neben dir, dich nicht
mitnahm in die sorgenfreien
Räume seiner Nacht.

© Beatrix Brockman

Montag, 16. März 2009

mittwochsblühen


Foto © and with the kind permission of
Becky and Pook, the tree shapers



legen sich sonntags
wieder meilen
zwischen ein leben in zwei
städten kommst du mitt'
woch in meinen süden

eiche aus spokane

als liebhaber nur -- ohne
den vater und ernährer --

dann bohren sich
meine wurzeln wieder
tiefer in die erde
will ich ausschlagen nur

und

in deinem schatten blühen


© Beatrix Brockman

Donnerstag, 12. März 2009

der kalender


kein stück ist mir von dir
geblieben kein schuh kein
ring kein altes ding außer
graphit zwölfmal auf dicken
bögen die zeitlos monatlich
bemalt von dir mir fremde
köpfe zeigen in denen ich
doch nichts als deine hand
kann sehn und pappe die du
einst berührt den stift viel
leicht zum mund geführt -
so lang er mich zu tränen
rührt muss der kalender noch
im dunkeln fristen bis freude
endlich trauer überwiegt


© Beatrix Brockman

Montag, 9. März 2009

Ungesagtes

...und schrie ich es
hinaus in diese nacht erschräk
ich wohl vor diesen worten die mir
am rand des wissens schlummern
vor diesen grau-sam-wahr-(k)heiten
die zornig ich wohl schleuderte

ob ich wohl besser
bin als mensch als guter mensch
der's schluckt anstatt's zu sagen oder
wäre gut ich nur wenn's nichts zu
schlucken gäbe wenn noch ein rest des
kleinen reinen herzen in mir schlummerte

oh wär ich ohne wissen
nur dann würd' ich keine worte scheuen
dann spräch ich wahr zu jeder tagesstunde
wär’ mir die zunge keine off'ne wunde
und rief in meiner brust ein klarer glocken
ton mich zum gebet der ahnungslosen


©Beatrix Brockman

Donnerstag, 26. Februar 2009

unsagbar

Wenn die Kinder klein sind, treten sie uns in den Schoß,
und wenn sie groß sind, ins Herz [Annette von Droste-Hülshoff]


zu eis erstarrt schweig
ich wieder mal

was hinter dieser stirne
steht ungesagt im raum
zu gerne ließ ich meiner
worte faust den freien lauf
doch weiß ich um die
wunden die sie schlüge

solltst dankbar sein um
diesen stachel kalten eises

der mir das herz beschwert
die stimme lähmt den zorn
mir zähmt sei froh dass
meine zäume halten ich
zu gut von narben weiß
die unsichtbar für gott und welt

noch zwanzig dreißig jahre
später schmerzen

und so sind meine wasser
tief die eisschicht drauf
ein spiegeln dir von stille
an der du deine krallen
wetzen kannst denn meine
schollen tragen dich

wenn zu eis erstarrt
ich wieder einmal schweige

©Beatrix Brockman

vorbei

die zeit ist da und bietet mir
die stirn fragt mich wo
vom pfad ich wich die ich dich
leiten sollte denn die deinen
scheinen überebnet obwohl
es nur um eigne wege ging

torkelnd wie ein kind
am tischrand lang
klammerst du dich voller trotz
an neue spielgefährten
und frisst ihr brot
voller tod verachtend
wie müll in dich hinein

meine pfade enden hier
meine grenzen sind erreicht
meine füße wollen
diese schuh nicht mehr
die zeit ist da, dass du
dir blasen läufst



©Beatrix Brockman

Montag, 23. Februar 2009

In your names


Photo: ©Michele Fernandez-Cruz

They say you died
for our freedom
They called you
murderers baby
killers spat on
you when you
returned from
killing fields

Today our selves
reflected in the
list of fallen men
do not acknowledge
in the beggars on
the side of streets
traumatized
PTSD-eds too
unable to make
a living wishing
their names, too,
were on the wall

Tomorrow will
today's young men
who fought on the
sands of Gilgamesh
or hills of Taliban
be begging too? Or
will we finally be
(hu)MAN enough to
take care of those
whose souls and
bodies scar on
our behalf whether

we agree with
their mission
or not


©Beatrix Brockman

wo sehen sie hin

wo sehen sie hin
die blinden?
augen?
blicke?
was geht? es
uns?
an?

die introspektion
als instimste
der ein
sichten
geht weder die
sehenden noch
die anderen blinden
etwas an

wo sehen
wir hin mit
offenen augen
sind wir so oft
blinder als
die die nicht
sehen können

wischen lider
über pupillen
die sehen
oder nicht
aufundabundaufundab
schlag um wimpernschlag
traumverloren(e)
dreamscapes

© by Beatrix Brockman


inspired by @miro

Mittwoch, 18. Februar 2009

Verstohlen...

träum ich mir
zärtlichen flieder
der sich mir duftet
unter die lider

© Beatrix Brockman

Sonntag, 15. Februar 2009

bis an ihre grenzen

zuerst gaben sie einander
nur blut
rote herzblätter von rosen
dann trennten
sie ein kurzer winter und
ein ozean
dann verdornte sein herz
blutete das ihre rosen
rot streute
sie sich zu seinen füßen
zertrat er ihre opfergaben
gefangen
in der eisernen jungfer
seelischer altlasten
und doch
flüstern welkende blätter
komm in meine arme...


© Beatrix Brockman

Mittwoch, 11. Februar 2009

nachts am fluss

bäume biegen sich
im lauen nachtwind
unbeblättert erlauben
sie noch den blick
ins weite unter mir
geht die balkontür
eine letzte zigarette
zur nacht? verstört raschelt
ein opossum durch
laub das braun
statt grün erde
statt äste bedeckt am gegen
überliegenden ufer
das blaulicht eines police
cruisers dessen sirenen
schweigen ..... still strömt
der cumberland gen norden
mit einer flaschenpost
voll lieber gedanken
zu mann und kindern ob
sie wohl schon schlafen?




© Beatrix Brockman

Montag, 2. Februar 2009

Montag Abend nach dem Lyrikseminar

unter mir jault
ein sechzig pfund
boxer zum herz
erbarmen rechts neben
mir duscht einer links
klappen türen ich frage
derweil nach drei
stunden plath ob
mein direktes auge
verhirntes geseiere
über lyrik nicht sehen
kann oder will
oder meint der
von plath als mast
urbierender bast
ard bezeichnete
tod einen gott auf
dem olymp der
nur zart hand anlegt?


© Beatrix Brockman

Sonntag, 1. Februar 2009

Komposition mit Grau, Blau und Baum


vereinsamt von @miro

Komposition mit
Grau,Blau und Baum


Bohren sich Wurzeln
in die Erde wie sich
dürre Zweige in die
Himmel krallen

See-l-astig Horizont
verbunden blauäugig
durch graue Wolken
Decke Wasser gespiegelt

in blauweißgrauer
Harmonie

© by Beatrix Brockman

Montag, 26. Januar 2009

Herz meiner Zeit

Tief im Herzen meiner
Zeit die manchmal voller
Honig manchmal voller Maden
sich nach Stillstand sehnt wirst
du einst Flieder riechen dessen
Duft sich mit Erlösung eint
Dann wird der Stein ein
Datum tragen und Zitronenfalter
Admiräle trinken satt
sich am violett


© Beatrix Brockman

Samstag, 24. Januar 2009

und wollt ich




und wollt ich
schwimmen in fremden
meeren die zehen
graben in den andren
sand legt' sich mein
herz nur immer
in den quarz
von heimatstränden
wie treibholz
ohne rast und ruh


© Beatrix Brockman

Samstag, 17. Januar 2009

Legebatterie?

Geboren hinein
in den Käfig
des Al(l)(t)tags
bleiben nur kurze
aufrechte Momente
wenn nicht Höhe-
so doch hohe
Punkte an die
sich später
niemand erinnern
wird...



© Beatrix Brockman

Samstag, 3. Januar 2009

und nebenan...

bricht mein herz
sich neue wege –
granatapfelnd dämmert
es durchs fenster
während ich dorothys
rote schuhe zerhacke
und statt „there’s
no place like home“
summe „home is
where I hang my hat“
sprachverschlagen
über meere und
wortgrenzen hinaus

© Beatrix Brockman


inspired by: @miro